Testung von Zyklusthermometern

Femometer und Mitbewerber im Vergleich

Kurzes Vorwort: Der Fairness halber haben wir im folgenden Text den eigentlichen Namen des Vergleichsprodukt mit dem Fantasienamen Peach ersetzt. 

Seit einem knappen halben Jahr verwende ich nun das Femometer und die Peach, um beide Geräte zu
vergleichen und die Handhabung zu testen.
Ich nehme schon seit einigen Jahren die Pille nicht mehr und die natürliche Verhütung über ein
Zyklusthermometer stellt für mich die einzige Methode dar, um sicher sagen zu können, wann ich fruchtbar
bin und wann nicht – also wann ungeschützter Geschlechtsverkehr (ohne Kondom z.B.) möglich ist, ohne
schwanger zu werden.
Zunächst musste ich mich an das morgige Messen, direkt nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen
gewöhnen. Es hatte sich jedoch schnell zu einer Routine entwickelt und ich vergesse es nur noch äußerst
selten, was natürlich für die Messgenauigkeit wichtig ist.
In der Anwendung gefällt mir persönlich das Femometer besser, da es leichter ist und man es in den Mund
stecken kann, ohne es festzuhalten. Die Peach ist von ihrer Materialbeschaffenheit und dem äußerlichen
Design etwas schöner, aber dadurch auch schwerer, weshalb ich das Gerät festhalten muss, während es
die Temperatur aufzeichnet. Bei dem Femometer kann ich direkt im Anschluss an die Messung das Gerät
per Bluetooth mit der dazugehörigen App verbinden und kann sofort meine Temperatur sehen und weitere
Eingaben, beispielsweise zur Beschaffenheit des Zervix Schleims, der Lage des Muttermundes oder dem
Periodenende machen. Periodenbeginn und -ende muss ich über die App eintragen, was auch nachträglich
möglich ist.
Die Peach aktiviert man über einen Knopf am Gerät, über den man auch bestätigen muss, wenn man seine
Tage bekommen hat. Dies hat ein wenig Übung bedurft, da diese Eingabe bei mir zunächst nicht geklappt
hat. Die Peach leuchtet direkt nach der Messung – grün (nicht fruchtbar), rot (fruchtbar) oder gelb
(Testphase; nicht sicher) und man hat direkt ein klares optisches Signal, ob man fruchtbar ist oder nicht.
Dies muss man bei dem Femometer in der App auf dem Smartphone oder Tablet ablesen. Um die
Zykluskurve bei der Peach einsehen zu können, muss man das Gerät per Kabel an das Handy/Tablet
anschließen, was ich nur in unregelmäßigen Abständen durchgeführt habe, da ich es als eher aufwendig
empfunden habe.
Im direkten Vergleich der aufgezeichneten Temperaturdaten von Femometer und Peach kann ich
festhalten, dass beide Geräte nahezu die gleichen Messergebnisse hatten und mir auch die fruchtbaren
und nichtfruchtbaren Tage in den gleichen Zeiträumen angezeigt wurden.
Zusammenfassend kann ich zurzeit festhalten (je länger der Messzeitraum, desto genauer das Ergebnis),
dass beide Zyklusthermometer ihren Zweck erfüllen, der in erster Linie davon abhängig ist, wie zuverlässig
man misst und weitere Eingaben macht.
Mir persönlich gefällt das Femometer im Handling besser, da es leichter, kleiner und dadurch auch
transportabler ist. Ich kann sofort meine Temperatur ablesen und weitere Eingaben in der App machen,
auch wenn das Einrichten der App ein wenig aufwendiger war als bei der Peach. Die Peach  ist besser
verarbeitet und auch die Verpackung und die Einführung in das Gerät sind toll gestaltet, allerdings ziehe ich
die einfachere Handhabung und die komplexeren Eingabemöglichkeiten des Femometers vor. Durch die
Auseinandersetzung mit den verschiedenen Messparametern (Zervix Schleim, Muttermund etc.) lerne ich
meinen Körper immer besser kennen, was im Endeffekt das Wichtigste ist, um eine Schwangerschaft zu
verhindern oder herbeizuführen.
Ich kann nur allen Frauen empfehlen ein Zyklusthermometer auszuprobieren, um sich und seinen Körper
besser kennen zu lernen, Sicherheit zu verspüren und damit den Spaß am Sex zu behalten oder
wiederzugewinnen. Dabei ist es meines Erachtens unwichtig, ob man ein günstigeres Gerät wie das
Femometer oder ein teureres wie die Peach verwendet, wichtig ist in erster Linie die Auseinandersetzung
mit sich selbst!

Kurz und bündig:

Beim Einrichten beider Geräte punktet die Peach , da die Verpackung und die Einführung des Gerätes
wirklich schön und leicht verständlich gestaltet sind. Beim Femometer fehlt eine ausführliche Einführung,
was ein paar Minuten mehr Zeit mit dem Einrichten der App benötigt.
Das Femometer piept, wenn man es auseinanderzieht, wodurch man weiß wann sie aus und an geht und
wann die Messung vollzogen ist. Die Peach wird über einen Knopf am Gerät aktiviert und piept auch, wenn
die Messung abgeschlossen ist. Das Gerät fragt einen über ein farbliches Symbol, ob man seine Periode
hat, was man über den Knopf bestätigen muss. Diese Eingabe hat bei mir des Öfteren nicht geklappt. Ich
kann es aber über die App nachtragen. Die Peach ist hauptsächlich darauf ausgelegt einem durch klare
optische Darstellung (durch das Gerät selbst und in der App) zu zeigen, wann die fruchtbaren und wann die
nicht fruchtbaren Tage sind. Messparameter wie Zervix Schleim oder Muttermund werden nicht erfasst. Bei
dem Femometer kann man mehr Messparameter eingeben, wodurch die Aussage über die
fruchtbaren/unfruchtbaren Tage im Laufe der Zeit immer genauer definiert werden kann. Das App-Design
bei der Peach ist ansprechender gestaltet als beim Femometer, allerdings kommt es mir am Ende auf das
Ergebnis an und nicht das Aussehen.

Femometer

Peach

Franziska Gebhard, 31 Jahre