Entgiftung einzelner Organe

  • Wie entgifte ich die Nieren?

Was bietet sich besser an, als beim Entschlacken mit Hausmitteln viel zu trinken? Hier eignet sich Wasser, am besten in Zimmertemperatur und ohne Kohlensäure, hervorragend. Noch stärker unterstützt Deine Entschlackung ein Tee, der aus den Schätzen der Natur gewonnen wird. Löwenzahnblätter sind perfekt zur Entschlackung der Nieren. Wenn du selbst die jungen Blätter des Löwenzahns sammeln, kannst du daraus einen wunderbaren Tee zubereiten. Einfach einige Blätter (frisch oder getrocknet) in eine Tasse geben und mit heißem Wasser übergießen. 10 Minuten ziehen lassen. Fertig. Während die Wurzeln der Pflanze bevorzugt die Leber entschlacken, sind die Blätter des Löwenzahns der Niere dienlich.

Natürlich kannst du jederzeit fertige Tee-Mischungen oder Tinkturen und Extrakte in der Apotheke erwerben. Während Entwässerungstabletten neben den Giftstoffen auch Mineralstoffe ausscheiden, sind Tees und Extrakte aus natürlichen Pflanzen ideal für Ihre Entschlackungskur.

  • Wie entschlacke ich die Leber?

Das hauptverantwortliche Organ, das für die optimale Entschlackung im Körper sorgt, ist die Leber. Wenn du die Funktion der Leber mit natürlichen Hausmitteln unterstützt, förderst du den Entschlackungsprozess und dein gesamtes psychisches und physisches Wohlbefinden. Wirksame Naturheilmittel für die Leber sind LöwenzahnArtischocke und Mariendistel.

Eine weitere hervorragende Maßnahme, um die Leber zu aktivieren, ist der einfache Leberwickel.

Sie benötigen:

  • Ein kleines Handtuch
  • Ein großes Handtuch
  • Eine Wärmflasche

So einfach ist die Anwendung:

  1. Die Wärmflasche mit heißem Wasser füllen
  2. Das kleine Handtuch ins heiße Wasser legen, gut auswringen. Das im heißen Wasser getränkte Handtuch doppelt zusammen gelegt auf die Region Ihrer Leber legen
  3. Bitte lege nun die Wärmflasche auf das kleine Handtuch
  4. Das große Handtuch dient dazu, dass der Wickel abgedeckt ist und dich warmhält, dazu vielleicht eine Wolldecke zum Schluss. Es soll kuschelig sein!
  5. Mindestens für eine halbe Stunde den Wickel wirken lassen
  6. Entspanne dich dabei

Tipp: Diesen Leberwickel am besten in der Mittagszeit anwenden, denn da ist die Leber sehr aktiv. Aber auch abends angewendet hat der Leberwickel seine Vorteile, denn er wirkt äußerst schlaffördernd und beruhigend.

  • Wie kann ich Blut und Lympe reinigen?

Brennnesseln sind seit jeher das Naturheilmittel erster Wahl, um das Blut und die Lymphe zu reinigen. Ganz klar: Wenn der Blutkreislauf gut funktioniert, werden alle Schadstoffe schnell transportiert und können über die Haut (Schweiß) oder die Nieren (Urin) wieder ausgeschieden werden. Keine Überraschung also, dass Brennnesseln für die Entgiftung und Entschlackung mehr als förderlich sind.

Die Naturheilkunde empfiehlt sogar, regelmäßig eine Kur mit Brennnesseltee für mehrere Wochen durchzuführen. Hierzu überbrühe am Morgen eine Handvoll frischer Brennnesseln bzw. 2 EL getrocknete Brennnesseln mit einem Liter kochendem Wasser und lasse alles 10 Minuten (nicht länger) ziehen. Abseihen und über den Tag verteilt trinken. Du kannst natürlich auch 3 Mal am Tag eine Tasse frisch zubereiten.

Mit dem Trinken von Brennnesseltee kannst du nichts falsch machen.

Tipp: Du bist kein Freund von Teegenuss? Wenn die feinen Brösel der getrockneten Brennnessel beispielsweise in kleiner Menge Ihren Speisen zugefügt werden, sorgst du so für den regelmäßigen Entschlackungsprozess im Körper. Als eher geschmacksneutrale Pflanze beeinträchtigt die Brennnessel keinesfalls das Geschmackserlebnis beim Essen.

Den Lymphfluss kannst du zusätzlich durch folgende Punkte anregen:

sanfte Bewegung, regelmäßige Lymphdrainagen beim Masseur, genug Wasser (oder Brennnesseltee) trinken und wenig Salz essen.

Was können wir noch tun?

  • Viel reines Wasser (stilles) trinken (gerade bei Verstopfung)
  • Ernährung umstellen für ein Wohlfühlklima im Darm – Reduzierung der schlechten „Moppelbakterien“ und Fütterung der guten „Rank-und Schlank Bakterien“, also, Bakterienfütterung mit Präbiotika und Probiotika,
  • Entlastung des Darms durch Ballaststoffe (min. 30 g täglich),
  • Stärkung der Darmbarriere durch z.b. Omega 3 Fettsäuren, um Entzündungen zu vermeiden,

Besonderer Tipp: Die Rank-und Schlankbakterien lieben schwarzen Kaffee, ebenso wie gekochte und später abgekühlte Kartoffeln, rohes Sauerkraut, Gewürze wie Ingwer, Kurkuma, schwarzen Pfeffer Inulinpulver (Chicoreewurzel, gut für die Darmflora) und Yacon-Sirup zum Süßen (gutes Futter für die Darmbakterien).

Pro Colon

Der Begriff „Probiotika“ leitet sich vom Griechischen „pro bios“ ab, und das bedeutet „für das Leben“. (Der begriffliche Gegensatz ist übrigens „Antibiotika“, also „gegen das Leben“, aber das nur nebenbei.)

Probiotika sind bestimmte Bakterien, die in ausreichender Menge lebend in den Darm gelangen und sich hierbei positiv auf die menschliche Gesundheit auswirken.

Bakterien im Darm? Und das soll gut sein? Aber ja! Was einigen überhaupt nicht bewusst ist: Der menschliche Darm beinhaltet etwa zehnmal mehr Bakterien, als unser gesamter Körper Zellen besitzt. Ein Erwachsener trägt etwa ein Kilogramm „gesunder“ Bakterien in seinem Darm herum. Diese Kleinstlebewesen bilden die sogenannte Darmflora, die uns vor Krankheiten schützt und einen ganz zentralen Teil des Immunsystems darstellt. Ist die Darmflora durch schlechte Ernährung, „Schlacken“ oder Antibiotika (wir erinnern uns an die Wortbedeutung…) beschädigt, drohen eine ganze Reihe von teils schwerer Krankheiten.

Wirkung von Probiotika

In ausreichender Menge tragen Probiotika zu einer stabilen Darmflora und einer gesunden Darmschleimhaut bei und unterstützen das darmeigene Immunsystem.

Des Weiteren können Probiotika auch die Ansiedlung von pathogenen Erregern (Bakterien und Pilze) im Darm unterdrücken (sie konkurrieren um Anheftungsstellen an der Darmschleimhaut). Darüber hinaus besitzen Probiotika auch die Eigenschaft, bestimmte Giftstoffe zu neutralisieren.

Doch die Probiotika zerstören nicht nur körperfremde Giftstoffe, sie machen auch bestimmte eigene Störenfriede unschädlich, die chronische Entzündungsreaktionen hervorrufen können.

Durch die positiven Eigenschaften der Probiotika können zum Beispiel Allergien oder Milchzuckerunverträglichkeit, aber auch Nebenwirkungen von Antibiotika, Chemotherapie oder Strahlentherapie günstig beeinflusst werden.