Entgiften, Entschlacken, Entsäuern

Liest sich erst einmal als „schwere Kost“, ist aber mit unserem System sanft und einfach.

Zunächst müssen wir herausfinden, warum wir das eigentlich tun sollen. Bestimmt hast Du schon oft davon gehört – heute klären wir es endgültig auf! Versprochen.

Was ist Entgiftung, Entschlacken oder Detox?

Platt ausgedrückt heißt dass: „Den Mülleimer leeren, damit wieder neuer Müll hinein passt.

Unserem Organismus werden viele Schadstoffen zugemutet. Abgase und Feinstaub verunreinigen die Luft, in Gemüse und Obst können Rückstände von Schwermetallen oder Pflanzenschutzmitteln zu finden sein. Lebensmittel, Kosmetika und Reinigungsmittel enthalten Konservierungsstoffe, Duftstoffe, Farbstoffe und viele weitere Zusätze. Zudem haben wir oft viel Stress, ernähren uns ungesund, konsumieren Alkohol oder Zigaretten und bewegen uns zu wenig. Auch Schimmelpilzgifte, Chemikalien in Textilien (Kleidung, Teppiche) oder Medikamente müssen vom Körper entgiftet und ausgeschieden werden.

Entgiftung, oder Entschlackung sind keine neue Erfindung, sondern waren schon immer feste Bestandteile aller Kulturen. Denken wir nur an Ayurveda, aber auch unsere Jahrtausende alte Tradition der Fastenzeit, bzw. Freitag kein Fleisch…

Unser Körper besitzt ein ausgeklügeltes System, um Gifte loszuwerden. In unserem Körper findet die Entgiftung schädlicher Stoffe vor allem über die Leber und Niere statt, aber auch Galle, Darm, Haut, Lunge und Lymphsystem sind beteiligt. Die Leber spielt dabei die zentrale Rolle. Sie baut schädliche Abbauprodukte aus dem Stoffwechsel oder von außen zugeführten Schadstoffen ab, wandelt sie in ungiftige Stoffe um, macht sie wasserlöslich und führt sie der Ausscheidung über den Urin oder den Darm zu.

Obwohl der gesunde Körper – sogar mit den neuen Giften – selbst fertig werden sollte, können wir viel dazu beitragen! Aber alles schön der Reihe nach!

Wir möchten Dir hier mehrere Möglichkeiten zum Entgiften anbieten. Aber bitte nicht alle möglichen Maßnahmen auf einmal umsetzen, da es sonst durchaus zu viel werden könnte und Du schnell die Lust daran verlieren würdest.

Da aber diese Maßnahmen soooo furchtbar wichtig sind, solltest Du sie mit Lust tun und rhythmisch immer wieder im Jahr wiederholen.

Beginnen möchten wir gaaanz innen und zwar beim Darm! Er ist eines der Zentren unseres Daseins, mit samt seinen unglaublich vielen Nervenzellen, Neuronen, seinen unglaublich vielen Bakterien und Keimen, mit seinen unglaublich vielen Hormonrezeptoren.

Studien haben erwiesen, dass mehr Informationen vom Darmhirn zum Kopfhirn fließen, als umgekehrt:

https://www.geo.de/wissen/13364-rtkl-neurologie-wie-der-bauch-den-kopf-bestimmt

https://www.darmflora-ratgeber.de/bauchhirn.html

Unser Darm – das Zentrum unserer Gesundheit
und eines der am meisten verkannten Organe

Unsere Darmflora hat einen wesentlichen Einfluss auf unsere Gesundheit. Und die Bakterien, die darin wohnen, könnten unsere engsten Verbündeten sein, wenn wir sie bei Laune halten, indem wir sie gut ernähren.

Billionen von Bakterien wohnen in unserem Darm, sie machen etwa 2 kg unseres Körpergewichts aus. 10 mal mehr Bakterien als der Körper Zellen hat.

Sie entscheiden, wie gesund oder krankheitsanfällig wir sind.

Für uns Europäer ist der Darm immer noch ein Tabuthema. Es ist peinlich darüber zu reden. Die Asiaten hingegen sehen den Darm als Zentrum der körperlichen und geistigen Kraft, als Wohnung von Seele und Gesundheit.

Der Darm – unser zweites Gehirn

Wer kennt diese Ausdrücke nicht: Bauchgefühl, Wut im Bauch, Schmetterlinge im Bauch oder das schlägt uns auf den Magen.

Das Gehirn befiehlt dem Darm, aber das geht auch umgekehrt. Neben dem Gehirn und dem Rückenmark befindet sich die größte Ansammlung an Nervenzellen im Darm.

In allen ganzheitlichen Heilverfahren wird der Körper immer ganzheitlich betrachtet und somit auch der Darm. Eine gesunde Darmflora unterstützt und stimuliert das Immunsystem/Abwehrsystem im Darm und im ganzen Körper. Die Darmflora sorgt auch für einen Abbau der Fettzellen, Kalorienverbrennung und hemmt den Fettaufbau.

Außerdem spielen Psyche und Darmgesundheit ein wechselwirksames Spiel. Stress kann sich negativ auf die Darmflora auswirken und andererseits kann eine gestörte Darmflora wiederum Ängste und Depressionen hervorrufen. Dies alles wird in der naturheilkundlichen Therapie berücksichtigt.

Der Darm – unser zweites Gehirn

Es gibt also eine direkte Verbindung zwischen Kopf und Darm und das ist der Vagusnerv (Vagabund unter den Hirnnerven). Über diesen „heißen Draht“ tauschen sich die beiden aus. Der Darm schickt mehr Informationen an den Kopf als umgekehrt. Der Körper hat damit einen Teil der Denkarbeit ausgelagert. Die Botschaften, die der Darm an das Gehirn sendet sind uns nicht bewusst. Aber sie können unser Verhalten wesentlich beeinflussen.

Man kann fast sagen, Bakterien sind manipulativ.

Sie können unsere Vorlieben für bestimmte Nahrungsmittel steuern und befehlen unserem Gehirn was wir essen sollen. Und füttern wir vorwiegend die schädlichen Bakterien, durch schnellen Zucker, wie leichte Kohlehydrate, zu viel Fleisch, süße Getränke, zu viel Alkohol uvm., dann sind sie diejenigen, die unser Essverhalten beeinflussen. Ein Teufelskreis.

Füttern wir aber andererseits die guten Bakterien mit Gemüse, frischen Kräutern, Obst der Saison… dann bekommen diese die Oberhand und helfen uns im Denken und Tun.

Der Darm und die Hormone

Hormonsystem und Darmfunktion beeinflussen sich wechselseitig.

Einige Hormone werden im Darm produziert wie z.B. die Glückshormone Serotonin und Dopamin, sowie das Schlafhormon Melatonin.

Forschungsergebnisse zeigen, dass das Darmmilieu an der Regulierung des Östrogenspiegels beteiligt ist und damit auch einen Einfluss auf das Risiko einer hormonell bedingten Erkrankung hat.

Die Bakterien des Darms werden von den Geschlechtshormonen der Eierstöcke indirekt ernährt: sie sorgen dafür, dass ausreichend Nahrung, nämlich langkettiger Zucker, für die guten Mitbewohner zur Verfügung gestellt wird, die daraus Milchsäure produzieren und so die Scheide schützen.

In Zeiten des Hormonmangels, wenn das Östrogen fehlt, kommt es gleichzeitig auch zu einem Ernährungsengpass, die Döderlein´schen Bakterien, so heißen die Milchsäure produzierenden Lebewesen, verhungern, wodurch sich andere, fremde Bakterien in der Scheide ausbreiten können.

Wir haben für Dich einige Maßnahmen gesammelt, wie man mit ein paar kleinen Veränderungen im Alltag, Entgiften/Entschlacken/Entsäuern kann:

1.    Abwehrkräfte stärken (Antioxidantien)

2.    Verringere Stress

3.    Gifte ausschwitzen

4.    Entgiftung einzelner Organe

5.    Rezepte mit Kohl